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Die Kirchengemeinde

Die Kirchengemeinde Massenheim-Wicker gehört seit dem Jahre 2000 zum Dekanat Wiesbaden, obwohl sie politisch dem Main-Taunus- Kreis zugeordnet ist. Ungefähr 1.500 Gemeindemitglieder verteilen sich ziemlich gleichmäßig auf zwei Orte: Massenheim und Wicker. Massenheim, mit etwa 1.600 Einwohnern, ist ein Teil von Hochheim, Wicker, mit etwa 3.800 Einwohnern, ein Teil von Flörsheim. Wir haben es also mit zwei Kommunen zu tun. Dabei bilden wir eine Parochie, d.h. eine Gemeinde, die von einem gemeinsamen Kirchenvorstand geleitet und von einer (ganzen) Pfarrstelle versorgt wird. ...

Kirchengemeinde und Wohngemeinden

14 Mitarbeiter/innen sind bei uns hauptamtlich beschäftigt: Zwei Küsterinnen, zwei Gemeindesekretärinnen, ein Hausmeister, sieben Erzieherinnen, darunter die Leiterin, ein Erzieher und eine Hauswirtschaftskraft. Nebenamtlich beschäftigen wir einen Organisten, der mindestens einmal im Monat von einem weiteren nebenberuflichen Kirchenmusiker vertreten wird. Der Kirchenvorstand besteht aktuell (Ende 2011) aus sechs Kirchenvorsteherinnen und sechs Kirchenvorstehern. Vorstandsvorsitzender ist Herr Karl-Heinz Diels, seit September 2009, dessen Stellvertreter Pfarrer Christoph Müller, der seit September 1998 Inhaber der Pfarrstelle ist.

Zur Kirchengemeinde gehört eine dreigruppige Kindertagesstätte in Massenheim, die für maximal 62 Kinder vorgesehen ist. Das Gebäude ist Eigentum der Stadt Hochheim, die Trägerschaft hat die Kirchengemeinde.

Die Gemeinde ist im Besitz folgender Gebäude: In Massenheim eine Kirche, ersterwähnt im Jahre 909, ein Gemeindehaus mit Büro- und Gemeinderäumen, einschließlich Küche und Sanitärbereich, erbaut 1959, ein Pfarrhaus, das im Jahre 1974 errichtet wurde. Zu Gemeinde- und Pfarrhaus gehören recht großzügige Grundstücke. In Wicker besitzen wir ein Gemeindezentrum, Baujahr 1979. Es beherbergt sowohl Gemeinderäume als auch eine Gottesdienststätte und steht auf einem Grundstück, dem man ansieht, dass es einst auch noch als Standort für ein weiteres Pfarrhaus vorgesehen war. Dazu kam es aber nicht, weil das starke Anwachsen der evangelischen Bevölkerung Wickers mit den achtziger Jahren nachließ. Auch einige Liegenschaften gehören zur Gemeinde, die an Landwirte verpachtet sind.

Anders als vielleicht andere "Vororte", d.h. ehemalige Dörfer in der Nachbarschaft, die riesige Gewerbegebiete haben, wahrten sich Massenheim und Wicker einen sehr wohnlichen Charakter. Sichtbar sind auch noch die Spuren jenes Gewerbes, das einst die gesamte Region prägte bzw. überhaupt entstehen ließ: die Landwirtschaft einschließlich des Anbaus von Wein.

Längst bildet beides nicht mehr Hauptgrundlage des Wirtschafts- oder Arbeitslebens, doch fristet es dennoch nicht nur ein erinnerndes Dasein. Es gibt noch Vollerwerbsbetriebe, außerdem wird es noch häufig als Nebenerwerb gepflegt. Betrachtet man nur die evangelische Bevölkerung, fällt auf, dass sich in Massenheim die traditionellen landwirtschaftlichen Strukturen eher erhalten haben als in Wicker, das erst via "Einwanderung" zu einer evangelischen Einwohnerschaft gekommen ist.

Wicker war lange Zeit bis auf eine Handvoll Familien ("Handvoll" wörtlich!) katholisch, Massenheim hingegen ebenso deutlich evangelisch. Dessen war man sich dort auch sehr bewusst, war doch die Gemeinde tatsächlich über Jahrhunderte der letzte evangelische Außenposten vor dem "Herrschaftsgebiet" der Fürstbischöfe zu Mainz. Auch die in der Diaspora lebenden evangelischen Bürger in Hochheim, Flörsheim, Bischofsheim und Gustavsburg wurden in Massenheim als Gemeindemitglieder betreut. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts sollte sich das ändern.

Die alte Konfessionsgrenze verlief mitten durch das heutige Gemeindegebiet: dort, wo die Gemarkung Massenheims zum Osten und Süden hin endet, dort wohnten die "Katholischen"; und dort, wo Wicker entsprechend Richtung Sonnenuntergang friedlich in die Landschaft übergeht, da endete einst der Einfluss Roms.

Einfluss haben inzwischen, d.h. seit 1977, stattdessen die Magistrate von Flörsheim und Hochheim. Als Kirchengemeinde ist das Faktum "Eingemeindung" für den Gemeindeteil Massenheim etwas bedeutender. Es ist auch als Problem der Gemeindemitglieder fühlbarer.

Das hat zwei Gründe: Die Wickerer Protestanten sind bis auf ganz wenige Ausnahmen genealogisch nicht in Wicker verwurzelt (die Großmutter, oft noch die Mutter, oft man selbst wurde anderorts geboren). Dem gemäß ist die lebensgeschichtliche Verbindung zum Ort eine andere - eventuell eine andere - als in Massenheim. Dort nämlich besteht ein nicht unerheblicher Teil der Gemeindemitglieder aus Menschen, deren Familien bereits seit 200/250 Jahren hier ansässig sind. Der Status des Wohnortes erhält damit eine Wechselwirkung zur eigenen Familiengeschichte. So. Und nun findet man sich als "Stadtteil" wieder! Massenheim, das sich äußerlich seinen dörflichen Charakter eher erhalten hat als die meisten Nachbarorte, fühlt sich von daher immer noch mehr als ein gewachsenes Ganzes, denn als Teil von "irgendwem". Die Bewohner der Gartenstadt im Süden von Massenheim allerdings sind Ende der sechziger Jahre hinzugezogen. Das heißt, dass viele auch schon in der zweiten Generation dort leben - als Teil von Massenheim, was sich sehr deutlich im Vereinsleben zeigt, aber vielleicht als derjenige Teil von Massenheim, der ein nüchterneres Verhältnis zu Hochheim hat.

Wicker hingegen leidet als Teil einer Leidensgemeinschaft, u.a. auch mit Flörsheim, an einem von jeder Eingemeindung unabhängigen Problem: dem Fluglärm des Rhein-Main-Flughafens, der sich inzwischen zu einer erheblichen Bedrohung der Lebensqualität entwickelt hat.

So sind Vergangenheit und Gegenwart auffällig ineinander verschränkt, woraus ein Geschichtsbewusstsein entsteht, das selbstverständlich auch die Kirchengemeinde betrifft und durchaus das Kirchengebäude als Kristallisationspunkt hat. Im Jahre 909 erstmals erwähnt, erhielt sie 1762 ihre heutige Gestalt.

Die Massenheimer Kirche hat etwas Identitätsstiftendes - übrigens auch für so Manchen, der seine Konfession abgab - ihr Gedächtnis wird gepflegt. So erschien 2009 ein vom Kirchenvorstand herausgegebenes Buch, das die Geschichte von Kirche, Gemeinde und Ort zum Gegenstand hat.

Der Gemeindeteil Wicker verfügt seit 1979 über einen eigenen gottesdienstlichen Ort. Es handelt sich dabei um ein modernes, sowohl Gottesdienst- als auch Gemeindearbeit-integrierendes Gebäude, das im Jahre 2006 auch noch einen Glockenturm erhielt. Zuvor mussten die evangelischen Bewohner nach Massenheim zum Gottesdienst kommen.

Gottesdienste finden wöchentlich in beiden Orten statt, was auch der gleichmäßigen Verteilung der Gemeindemitglieder Rechnung trägt.

Wer hier wohnt

Lebendige Menschen in Gruppenkategorien ("new performers") zu typisieren gehört zu den Methoden der modernen Soziologie. "Bei Kirchens" wird das inzwischen ebenso angewandt. Auch von Berichten dieser Art wird das gefordert. Soziologische Ortskarten wollen, schön in Flächen aufgeteilt, Mentalitäten darstellen. Wollen! Indes, uns erscheint es als schwierig, durch den äußeren Blick auf vermeintliche Verhältnisse auf die "Verfasstheit" von Menschen, die ja auch ihr Inneres betrifft, zu schließen. Wer zum Beispiel von der Gestalt einer bestimmten Wohngegend, auf das Lebensgefühl der dort Wohnenden meint Rückschlüsse ziehen zu können, der irrt mithin. Mithin irrt er gewaltig. Der Mensch ist mehr, immer mehr, als von ihm sichtbar ist. Daher verzichtet dieser Bericht darauf.

Nur so viel: Wer durch Massenheim und Wicker geht, der wird überwiegend einer bürgerlichen Häuslichkeit gewahr. Man lebt eher in Eigentum als zur Miete. Ein großer Teil der Häuser wurde in den Jahren zwischen 1960 und 1980 gebaut. Auch existiert noch ein nicht zu übersehender Bestand, der teilweise bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht. Diese Gebäude bzw. Straßenzüge sind zum größten Teil aufwendig renoviert worden und geben eben den Eindruck, den Wicker und Massenheim Besuchern hinterlässt und sicher auch hinterlassen will.

Von den Menschen, die hier wohnen wird ein hohes Maß an Mobilität verlangt, zwar existiert ein Einzelhandel für den notwendigsten Bedarf, dennoch befinden sich die üblichen Versorgungseinrichtungen eher in den umliegenden Städten. Für betagte Menschen ist das durchaus schwierig, zumal die öffentlichen Verkehrsmittel den Bedarf nicht ausreichend decken. Allein in Wicker gibt es noch eine Grundschule, Massenheim büßte eine solche bereits in den 70er Jahren ein. Weiterführende Schulen befinden sich in Hochheim und Flörsheim. Arbeitnehmer müssen zwar auch Wege zurücklegen, aber keine allzu weiten. Mitten im Rhein-Main-Gebiet hat es in den letzten Jahren eigentlich nie signifikant an Arbeit gefehlt. Die größten Arbeitgeber sind die Flughafen AG, der Industriepark Höchst, die Adam Opel AG und natürlich unzählige Firmen und Ein-richtungen unseres Ballungsgebietes. Einen "Bildungsatlas" unserer Gemeindemitglieder zu erstellen, traut sich der Bericht nicht zu - wir lassen uns in der Regel nicht die Schulzeugnisse zeigen. Es ist auch nicht relevant. (Relevant für Gottesdienst, Predigt und Seelsorge sind vielmehr Lebenshintergründe und Lebenskompetenzen, die sich aber allein für den je einzelnen Menschen entdecken lassen können.) Soziale Brennpunkte gibt es weder in Massenheim noch in Wicker. Auch halten sich Zuzug und Wegzug die Waage. Die Geburtenhäufigkeit (besonders in Massenheim) ist recht hoch - zumindest für deutsche Verhältnisse. So durften wir im Jahre 2011 fünfundzwanzig Kinder taufen. Die Familienstrukturen unterscheiden sich aber kaum vom großstädtischen Umfeld. "Heile Welt" im Sinne eines traditionell christlichen Familienbildes existiert auch bei uns nicht (mehr). Eher gering, zumal im Vergleich mit den umliegenden Städten, Frankfurt, Wiesbaden, Mainz oder Rüsselsheim ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund. Auch existieren keine "Szenen", also Gruppen, die bewusst unkonventionelle Lebensformen ausdrücken.

Bemerkenswert ist für den Gemeindeteil Massenheim die Präsenz der (ehemaligen) landwirtschaftlichen Prägung, etwas, das sich für den katholischen Bevölkerungsanteil Wickers durchaus auch beobachten lässt. Zwar arbeiten nur noch sehr, sehr wenige Vollbetriebe, keineswegs aber ist das Gewesene in Vergessenheit geraten. Vielen blieb eine "bäuerliche Nische" und sei es nur als intensiv bewirtschafteter Garten oder Wingert. Man darf nicht vergessen, dass bereits nachweislich seit dem Jahre 817 bei Massenheim Wein angebaut wird. Nicht nur wegen dieser Tradition hat die bäuerliche Vergangenheit bis heute tiefe Spuren im Denken und Sprechen vieler Menschen hinterlassen. Der Blick auf das Wetter z.B. ist bei vielen Alteingesessenen ein anderer als etwa bei den Bewohnern der Innenstadt Wiesbadens oder denen, die ursprünglich aus der Großstadt stammen und irgendwann hierher zogen. Alteingesessene und Zugezogene! Es wäre wohl naiv, beide Gruppen zu nivellieren. Wie in eigentlich allen ehemals rein ländlichen Gebieten muss man auch bei uns von daraus resultierender Verschiedenheit ausgehen. Selbstverständlich prägt das auch die Gestalt kirchengemeindlicher Arbeit. Ihr wenden wir uns nun zu.

Gestalt und Charakter unserer gemeindlicher Arbeit

Wenn "Volkskirche" bedeutet, dass der überwiegende Teil, nämlich mehr als zwei Drittel einer Wohnbevölkerung konfessionell gebunden ist, dann haben wir es in Massenheim und Wicker mit volkskirchlichen Strukturen zu tun. Kirche und Dorf sind sich nicht fremd - weder in dem einen, noch in dem anderen Gemeindeteil. Im Festkanon unserer Orte sind wir als Gemeinde ebenso integriert, d.h. es wird erwartet, dass wir uns etwa an öffentlichen Jubiläen oder "Gebäudeeinweihungen" beteiligen. Würde man uns nicht ansprechen, wären wir verwundert. Diese Beteiligung kann ein Gottesdienst sein, ein Grußwort oder nur die Anwesenheit von Kirchenvorstehern oder des Pfarrers. Auch bei privaten Jubiläen wird Präsenz unsererseits erwartet. Nicht unerheblichen Einfluss auf die Gemeindearbeit hat auch der Umstand, dass "man sich kennt". Kirchen-vorsteherinnen und Kirchenvorsteher sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind den Gemeindemitgliedern nicht unbekannt; so lag die Wahlbeteiligung der letzten Kirchenvorstandswahlen in Massenheim bei etwa 35%, ein Wert, der für das Dekanat Wiesbaden sehr hoch ist. Auch die Vereine, gerade auch die Gesangsvereine, spielen besonders im gottesdienstlichen Leben eine wichtige Rolle. Wir verfügen über keinen Kirchenchor, sind aber besonders bei festlichen Gottesdiensten wie Heiliger Abend, Konfirmation, Gemeindefest oder Erntedank trotzdem dahingehend bestens versorgt. Entsprechend begleitet die Kirche Vereins- oder Feuerwehrjubiläen mit Festgottes-diensten; in Wicker geschieht das in Zusammenarbeit mit der katholischen Gemeinde, die dort sehr präsent und darüber hinaus für die katholischen Christen in Massenheim zuständig ist. All das kann zusammen mit anderen Faktoren (die noch dargestellt werden) die Substanz dafür geben, was kirchensoziologisch mit dem Begriff "Frömmigkeits-struktur" gemeint ist. Grob, d.h. soweit es überhaupt möglich ist, lässt sich folgendes sagen: So verschieden bei den einzelnen Menschen oder den einzelnen Familien die Gestalt des Glaubens auch ist, ein öffentlich sichtbarer und erkennbarer Ausdruck desselben ist den Menschen unserer Gemeinde wichtig. Weder dominieren hier Einflüsse der Siegener Erweckungsbewegung, noch ein libertäres, offenes Kirchenverständnis wie es vielleicht in Frankfurt anzutreffen wäre - beides kommt aber durchaus vor und das gilt keineswegs speziell für nur einen Gemeindeteil. Soweit es nachvollziehbar ist, wünscht man hier gottesdienstliche Begleitung bei den klassischen familiären Ereignissen. "Nachvollziehbarkeit" bedeutet erst einmal der nüchterne Blick auf die Statistik. Die hohe Anzahl an Kindstaufen wurde bereits erwähnt; auch lassen sich nach wie vor die in Frage kommenden Geburtsjahrgänge konfirmieren. Der oft vorausgesagte Einbruch der Zahlen ist bis jetzt noch nicht eingetreten. Ein Kapitel für sich sind die Trauungen. Für manch großstädtisches Paar (gerne aus Frankfurt) mag der dörfliche Charakter unserer Kirche wohl einen gewissen Reiz ausüben; dazu kommt, dass sich in unmittelbarer Nähe zur Massenheimer Kirche zwei "locations" befinden, wo sich trefflich feiern lässt; etliche Paare also, ja die meisten, die hier getraut werden, wohnen nicht im Gemeindegebiet. Sie sind uns aber willkommen. Kirchliche Trauungen finden also ausschließlich in der Massenheimer Kirche statt. Paare, die hier mit kirchlichen Segen heiraten wollen, bevorzugen wahrscheinlich eine traditionelle Umgebung.

Der "klassische Gottesdienst" findet wöchentlich an beiden Gottesdienstorten statt; Sonntags um 9:30 Uhr in Wicker und um 10:30 Uhr in Massenheim. Einmal im Monat, nämlich immer am Vorabend des vierten Sonntages im Monat, feiern wir in Wicker einen Abendgottesdienst - in Massenheim kam diese Gottesdienstzeit nicht an. Ansonsten ist formal betrachtet die Gottesdienstgestalt identisch, üblich ist bei uns Form II. Allerdings ist nicht zu leugnen, dass der Raum durchaus den Gottesdienst mitprägt. Das lässt sich in Massenheim und Wicker sehr schön erleben - die gleiche Predigt, die gleichen Lieder, aber nicht derselbe Gottesdienst. In Wicker ersetzt das Pult die Kanzel, Pfarrer und Gottesdienstbesucher begegnen sich auf einer Ebene, die liturgische Ausstattung zitiert die neue Nüchternheit der Nachkriegszeit, während in Massenheim die vergangenen Jahrhunderte im Wortsinne präsent sind. Da ist es vielleicht feierlicher, dort familiärer. Beides hat seinen eigenen Reiz.

Die Kindergottesdienste finden einmal im Monat in beiden Gemeindeteilen statt; in Wicker nutzen wir dafür das Gemeindezentrum, in Massenheim das Gemeindehaus. Der Kindergottesdienst wird von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen wesentlich gestaltet bzw. mitgestaltet.

Das Abendmahl feiern wir nassauisch-ländlicher Tradition folgend nicht allzu häufig, das heißt, ungefähr fünf/sechs Mal im Jahr.

Darüber hinaus gibt es bei uns auch jene Gottesdienste; denen man gerne das Prädikat "besonders" beilegt: Goldene Konfirmation, Familiengottesdienst, Tauferinnerungs-gottesdienst (neu im Angebot), Gottesdienste, die z.B. von der Frauenhilfe gestaltet werden (die sich auch noch bewusst "Evangelische Frauenhilfe" nennt, wir machen nicht jede Änderung mit!) und - natürlich - den Vorstellungsgottesdienst der Konfirmandinnen und Konfirmanden.

Unser Gemeindezentrum in Wicker wird auch von einer amerikanischen Gemeinde genutzt, die einer lutherischen Kirche angehört.

Es gibt gute Kontakte zur römisch-katholischen Kirche in Wicker. Leider ist der Brauch, in der Passions- und in der Adventszeit einen gemeinsamen Gottesdienst zu feiern, zuletzt (drei Jahre) etwas eingeschlafen, allerdings werden die Vereinsjubiläumsgottesdienste in Wicker und die Schulgottesdienste gemeinsam getragen.

Im Folgenden werden die einzelnen Gruppen und Ausschüsse vorgestellt. Ein Extrawort aber noch zu der Konfirmandenarbeit. Sehr wichtig ist uns, dass Wickerer und Massenheimer Konfirmanden gemeinsam unterrichtet werden; einmal in der Woche, immer dienstags und immer später - die Schule besetzt immer mehr die zur Verfügung stehende Zeit. Irgendwann werden wir vielleicht Blockunterricht am Wochenende anbieten. Generell wechseln sich die Unterrichtsorte im wöchentlichen Wechsel ab. Der Unterricht dauert ungefähr ein Jahr, er beginnt in der letzten Woche des Monats Mai und endet mit der Konfirmation, an dessen ersten oder zweiten Sonntag. Die Konfirmation findet in der Massenheimer Kirche statt, die Vorstellungsgottesdienste in Wicker und Massenheim.